Was ist Betriebliches Gesundheitsmanagement?


Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist der Überbegriff für präventionsorientierte Konzepte und Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der Mitarbeitergesundheit (Gesundheit von Arbeitnehmern). Mit anderen Worten: Geht es den einzelnen gut, geht es dem Unternehmen gut. BGM-Konzepte können aufgrund von Vorschriften und Gesetzen entstehen. Immer mehr Unternehmen handeln von sich aus. Sie wissen, dass das erste Firmenziel die Gesundheit der Mitarbeiter ist.

Gesundheitsmanagement: Gesundheit fördern, bevor es zu Krisen kommt.

Zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement zählen Maßnahmen, mit denen die Mitarbeitergesundheit geschützt und verbessert wird. Wir helfen Ihnen dabei, beginnend mit der Optimierung von Kommunikation im Unternehmen.

Was machen wir aus BGM?

Wir unterstützen Unternehmen in Frankfurt und Rhein-Main dabei, Vorsorgeangebote im Rahmen der Systemprävention und Verhaltensprävention umzusetzen. Wir helfen Unternehmen dabei, BGM so umzusetzen, dass die Mitarbeiter mit Begeisterung dabei sind.

  • Stressbewältigungstraining – Workshop in Anlehnung an Arnold und Clifford Lazarus – mit Boxhandschuhen
  • Mitarbeiterförderung – Wie erkenne ich Anspannungszustände? Wie kann ich ausgleichen?
  • Führungskräftetraining / Führungskultur – Wieviel Einsamkeit muss, wieviel Nähe darf sein?

Sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie dabei, aus dem eher trockenen Thema BGM eine lebendige, von den Mitarbeitern geschätzte und mitgetragene Kultur zu entwickeln. Sind die Mitarbeiter mit Begeisterung dabei, entstehen maßgeschneiderte Gesundheitsrituale. Entsprechend hoch ist die Lerngeschwindigkeit. Wenn Mitarbeiter an sich selbst erleben, dass die Vorsorgeangebote nicht nur gut gemeint sind, sondern auch wirken, hat das einen positiven Einfluss auf die Fehlzeiten.

Welche Leistungen bieten wir für das Betriebliche Gesundheitsmanagement an?

Unsere Leistungen für das BGM im Überblick:

• Gefährdungsbeurteilung (psychische Gefahren)
• Seminare und Workshops zur Stressprävention
• Supervidierende Mediation und Konfliktbearbeitung
• Einzelsupervision für Lehrer und Angehörige beratender Berufe / Heilberufe
• Supervision für Ärzte
• Einzel- und Teamsupervision für Führungskräfte von Wirtschaftsunternehmen
• Dialog-Training zur Optimierung von Kommunikationsstrukturen
• Kurzzeit-Intervention von Personen mit den Diagnosen F 32 / Z 73
• Nachsorge, begleitend zur Wiedereingliederung nach einem Burn-Out

Was ist beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement zu beachten?

Heute sind es weniger der Stromschlag oder herabfallende Bauteile – heute gefährden psychische Belastungen die Mitarbeiter

Unsere Angebote für die Betriebliche Gesundheitsförderung beinhalten sogenannte weiche Faktoren: Soft Skills in der Kultur, im Umgang mit sich selbst und den anderen. Genau genommen ist der Begriff „Soft Skills“ nicht ganz richtig, denn diese vermeintlich weichen Faktoren haben eine knallharte Wirkung auf die Gesundheit, und das psycho-somatisch, also sowohl auf die Psyche als auch auf die körperliche Gesundheit.

Was ist Mitarbeitergesundheit?

Mitarbeitergesundheit beschreiben wir im Supervisionszentrum so: Gesundheit ist gegeben, wenn im Rahmen günstiger privater wie beruflicher Bedingungen sinnvolle, nachvollziehbare und ausführbare Aufgaben erfüllt werden können.

Die Definition der WHO von 1946 nennt das „vollkommene körperliche, soziale und geistig-seelische Wohlbefinden“ als Indikator für Gesundheit. Da jedoch kein Mensch auf Dauer vollkommen im Zustand des Wohlbefindens sein kann, wäre jeder Mensch nach WHO-Definition dauerhaft nicht gesund. Diese Definition birgt daher Risiken. Zu schnell wird in Situationen der Überlastung von einer Krankheit des Individuums gesprochen. Wir orientieren uns daher am Salutogenese-Konzept von Aaron Antonovski.

Betriebliches Gesundheitsmanagement BGM

Betriebliches Gesundheitsmanagement – es bezieht sich nicht allein auf die Abläufe im Unternehmen. Zu umfassendem BGM zählt die Berücksichtigung des Privatbereichs (Work-Life-Balance)

Präventionsorientiertes Gesundheitskonzept

In der Supervision und der Beratung arbeiten wir mit einem präventionsorienierten Gesundheitskonzept:

  • mit gesundem Realismus in bezug auf das jeweils mit Gesundheitsmanagement Erreichbare
  • mit einer kompetenzorientierten Beschreibung von Phänomenen (sog. Symptomen)
  • mit einer realistischen Zieldefinition lassen sich viele Krisensituationen entspannen

Grundsätzlich ist bei jeder Art von Arbeit für die Gesundheit eine wertschätzende Anpassung von Zielen (Dr. Gunther Schmidt spricht hier von „Sehnsuchtszielen“ und der zweitbesten Lösung) sehr heilsam.

Zusammengefasst: Wir arbeiten systemisch-lösungsorientiert für erreichbare Ziele.

Die Ilmarinen-Richenhagen-Kurve.
Einfacher kann man den Nutzen von BGM kaum nachweisen

Natürlich können Sie sich fragen, ob Sie für Gesundheit im Unternehmen zusätzliches Geld ausgeben sollten. Die Kalkulation ist einfach: Es ist um ein Vielfaches günstiger, für die Gesundheit zu zahlen als gegen eine Krankheit.

Return-on-BGM: Betriebliches Gesundheitsmanagement zahlt sich aus

Warum sich Betriebliches Gesundheitsmanagement lohnt: die Ilmarinen-Richenhagen-Kurve. Auf Verhalten und Interaktion kommt es an

Nach den Wissenschaftlern Prof. Dr. Juhani Ilmarinen und Prof. Dr. Gottfried Richenhagen ist die Ilmarinen-Richenhagen-Kurve benannt. Sie stellt einen Anstieg der langfristigen Arbeitsfähigkeit (und als Voraussetzung hierfür eine entsprechende Verbesserung der Gesundheit und Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit) dar, wenn zwei Faktoren in der Gesundheitsvorsorge berücksichtigt werden:
• Verhaltensprävention
UND
• Verhältnisprävention

Entscheidend für einen günstigen Lebensverlauf ist ist die umfassende Betrachtung der Arbeitsbedingungen. Das ist einer der Kerngedanken im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Arbeitsfähigkeit nach Ilmarinen-Richenhagen

Die „Ilmarinen-Richenhagen-Kurve“ zeigt, welcher „Return-on-BGM“ möglich sein kann.

Der Return-on-BGM: Gesundheit kommt mit Zinseszins

Wissenschaftliche Längsschnittstudien zeigen je nach Unternehmenskulturen und Aufklärung der Gesellschaft dramatische Unterschiede in der Prognose von Arbeitsfähigkeit. Die besten Ergebnisse für die Beschäftigten zeigen sich dann, wenn diese sowohl in der Verhaltensprävention gefördert werden als auch in der Verhältnisprävention. Angewandtes Betriebliches Gesundheitsmanagement erhöht die Mitarbeiterzufriedenheit und steigert in der Folge guter Arbeit das Betriebsergebnis.

Was ist der Unterschied zwischen Verhaltensprävention und Verhältnisprävention?

Am einfachsten lässt sich Betriebliches Gesundheitsmanagement anhand von Beispielen aus dem Arbeitsalltag beschreibenVerhaltensprävention findet statt, wenn der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer gemeinsam die Gesundheit fördern:

  • gesundes Kantinenessen
  • Sportabgebote
  • Angebote zum Schutz und der Steigerung der Widerstandskraft (Resilienz ist das große Schlagwort der letzten Zeit)
  • Erhalt der körperlichen und seelischen Gesundheit durch entsprechende Gesundheits- und Präventionsprogramme
  • Angestellte achten auf sich, sorgen für einen Ausgleich und für Frieden im Leben

Zusammengefasst beziehen sich diese Punkte überwiegend auf das Individuum; daher kann man auch von Individualprävention sprechen.

Verhältnisprävention erweitert die Verhaltensprävention vor allem um den Faktor Kommunikation:

  • Wie wird die Arbeit aufgebaut?
  • Welche Arbeitsaufträge gibt es?
  • Wo könnten Zielkonflikte auftreten?
  • Wie steht es um die Fehlerfreundlichkeit im Unternehmen? „Dürfen“ Fehler passieren? Wie wird damit umgegangen?
  • Welche Hierarchien gibt es?
  • Welche Firmenkultur wird gelebt? (Hier geht es um mehr als die Weihnachtsfeier)

In der Summe geht es um die Antwort auf die zentrale Frage:

Wie gehen wir im Unternehmen miteinander um, damit alles vereinbar ist: Loyalität, Leistung, Zufriedenheit, Wertschätzung und Gesundheit?

Im Gesamtergebnis ausgedrückt: Jeder Euro, der in die Prävention und Mitarbeiterförderung investiert wird, bleibt im Unternehmen und vermehrt sich dauerhaft.

Loyalität, Leistung, Zufriedenheit, Wertschätzung und Gesundheit: wir zeigen Ihnen, wie Sie alles miteinander vereinen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement = Prävention durch Kommunikation

Sind Sie sicher, dass Ihre Manager und Angestellten in diesem Moment genau wissen, was heute von ihnen erwartet wird?

Wir erleben regelmäßig das Gegenteil. Aus falschen Erwartungen heraus, wegen lückenhafter Briefings werden Handlungen nicht in zufrieden stellender Weise ausgeführt: weil die Kommunikation nicht eindeutig ist. Wir helfen Ihnen dabei, Kommunikationsabläufe in Ihrem Unternehmen zu verbessern.

Wissen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen, an wen sie sich wenden können, wenn sich Engpässe abzeichnen?
Ein Unternehmen ist in Sachen Mitarbeiterfürsorge gut aufgestellt, wenn jeder weiß, an wen er sich mit Themen wenden kann, die über seine Job-Description hinausgehen. Ob Mobbing, Überlastung oder schlicht und einfach der Wunsch nach Weiterbildung, nach mehr Klarheit: Mitarbeiter beantworten klare Abläufe mit Gesundheit und Leistung. Betriebliche Gesundheitsförderung erfordert einen offenen Dialog. Reden wir darüber.

Unsere Angebote zur Betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention

  • Workshops zum Thema Stressbewältigung: ein Tag in Ihrem Unternehmen für einen souveränen Umgang mit gesundem Stress und das rechtzeitige Erkennen von Disstress
  • Seminare und Workshops zur Resilienz: „Eine dicke Haut wachsen lassen, widerstandsfähig werden und Zuversicht üben“
  • Kommunikationstrainings: „Habe ich diesen Auftrag so richtig verstanden?“ Über Re-Briefings und schlankes Dialog-Design
  • Früherkennung: „Überbelastung erkennen, bevor sie Schaden anrichtet.“

Während das Thema Betriebliche Gesundheitsförderung im Rahmen des BGM in großen Unternehmen meistens umgesetzt wird, wird es von mittelständischen Firmen noch nicht ausreichend genutzt. Gerade dort lassen sich mit einfachen Maßnahmen und Konzepten hervorragende Wirkungen erzielen: Mitarbeiter fühlen sich wertgeschätzt, sie arbeiten effizienter und bleiben gesund, wenn die Arbeitsprozesse an den entscheidenden Punkten optimiert werden.

„Wir haben doch die Arbeitsplatzsicherheit schon verbessert …“
In vielen Firmen wird immer noch davon ausgegangen, man wäre mit gefahrabwehrenden Maßnahmen auf der sicheren Seite. Tatsächlich ist die Abwehr physischer Gefahren heute weit vorangeschritten:

  • die Pflicht, einen Helm zu tragen
  • die Plicht, Schutzbrillen aufzusetzen
  • die Vorschrift, Schutzkleidung und -Schuhe zu tragen …
  • … im produzierenden Betrieb, auf der Baustelle und im Serviceeinsatz sind solche und ähnliche Maßnahmen zur Verhinderung von Unfällen notwendig und gut.

Zusammenfassung: Die „neue“ Gefahr in den Unternehmen geht nicht von Stromschlag, Verbrennungen oder herabfallenden Bauteilen im Produktionsbereich aus. Die Gefahren heute bestehen überwiegend aus sogenannten weichen Faktoren: psychischen Gefährungen, die nach einiger Zeit ähnlich gravierende Gesundheitsgefahren bedeuten können wie ein Unfall.

Wir sind für Sie da, um Sie bei der Umsetzung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements zu unterstützen.

Die Kosten für das BGM? Fragen Sie vor allem nach dem Ertrag

Kosten für das BGM: Gesundheitskosten sind günstiger als Krankheitskosten

Über die Kosten für das BGM wird viel diskutiert. Fragen Sie vor allem nach dem Ertrag. Setzen Sie die Kosten dazu ins Verhältnis. BGM ist ein Gewinn. Gesundheitskosten sind deshalb günstiger als Krankheitskosten, weil Sie planmäßig in einen wünschenswerten Zustand investieren. Bei Krankheitskosten versucht man, außerplanmäßig einen unerwünschten Zustand zu beseitigen.

Die verhältnismäßig kleine Investition in Prävention bzw. Kurzzeit-Intervention im Krisenfall ist eine Ausgabe, die sich auch finanziell hoch verzinst. Aber nicht nur das. Investitionen in sinnvolle Maßnahmen zur Unterstützung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sind auch abseits sämtlicher Geldfragen ein Gewinn für alle Beteiligten.

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